Dieser Ratgeber erklärt die Ersparnis eines Balkonkraftwerks mit Speicher mit derselben nachvollziehbaren Rechenlogik für Deutschland und Österreich. Physikalisch und wirtschaftlich zählen in beiden Ländern dieselben Faktoren: PV-Leistung, standortabhängiger Jahresertrag, tatsächlich nutzbarer Solarstrom und der vermiedene Strompreis. Länderspezifische Vorschriften, Steuern und Förderungen gehören nicht in diese Ersparnisformel und werden deshalb getrennt behandelt.
Fragen zu Montage, Netzbetreiber-Anmeldung oder rechtlichen Details für Mieter und Eigentümer beantwortet unsere FAQ-Seite zum Balkonkraftwerk – hier geht es ausschließlich darum, wie sich die Ersparnis berechnet.
Kurzantwort
Mit den aktuellen Sunshare-Komplettsets von Erledy sind – je nach PV-Leistung und Speichergröße – rund 230 bis 370 € Stromkostenersparnis pro Jahr realistisch. Wer sein System über die aktuellen Sets hinaus erweitert, kann rechnerisch bis zu rund 750 € pro Jahr erreichen. Dieser Wert gilt nur unter Idealbedingungen und für eine Sonderkonfiguration, die es als fertiges Set nicht gibt.
Diese Zahlen stammen aus einem festen Rechenmodell: 30 Cent pro Kilowattstunde als Strompreis, bis zu 1.100 Kilowattstunden Jahresertrag pro Kilowatt-Peak (kWp – das ist die Nennleistung deiner Solarmodule) und ein „nutzbarer Anteil“ von 88 bis 94 % – also der Teil deines Solarstroms, den du wirklich selbst verbrauchst, statt ihn ungenutzt ins Netz abzugeben. Jede Zahl lässt sich mit der Formel weiter unten nachrechnen. Sie ist ein Modellwert, keine Garantie.
Die Erledy Sets im Überblick
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Set |
PV |
Speicher |
Ersparnis |
Preis |
Amortisation |
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START Balkon |
800 Wp |
1,5 kWh |
bis zu 230 €/Jahr |
1.079 € |
rund 5 Jahre |
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START Garten/Flachdach |
855 Wp |
1,5 kWh |
bis zu 250 €/Jahr |
999 € |
rund 4 Jahre |
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SMART Balkon |
800 Wp |
3 kWh |
bis zu 250 €/Jahr |
1.499 € |
rund 6 Jahre |
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SMART Garten/Flachdach |
855 Wp |
3 kWh |
bis zu 265 €/Jahr |
1.399 € |
rund 5 Jahre |
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POWER Garten/Flachdach |
1.140 Wp |
4,5 kWh |
bis zu 350 €/Jahr |
1.999 € |
rund 6 Jahre |
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POWER Balkon |
1.200 Wp |
4,5 kWh |
bis zu 370 €/Jahr |
2.199 € |
rund 6 Jahre |
Die einfache Modell-Amortisation – die Zeit, bis sich der Kaufpreis durch die Ersparnis ausgezahlt hat – berücksichtigt den Systempreis, aber keine Finanzierung, Montage oder künftige Strompreisänderungen. Der Versand wird mit 0 € angesetzt. Die angegebenen Set-Preise und Claims stammen aus der freigegebenen Erledy-Set-Matrix.
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Was die Ersparniszahl genau beschreibt
Die ausgewiesene Jahresersparnis ist der Wert des Solarstroms, der unter den Modellannahmen tatsächlich Netzstrom ersetzt. Sie ist weder der gesamte PV-Ertrag noch eine Einspeisevergütung. Entscheidend ist nicht nur, wie viel Energie die Module im Jahr erzeugen, sondern wie viel davon nach zeitlicher Verschiebung und Systemverlusten im Haushalt nutzbar wird.
Damit bleiben drei Größen sauber getrennt: Der PV-Ertrag beschreibt die erzeugte Solarenergie. Der nutzbare Anteil beschreibt, welcher Teil davon im Modell Netzbezug ersetzt. Die Stromkostenersparnis bewertet genau diesen ersetzten Netzbezug mit dem Referenzstrompreis.
Die Formel und ihre vier Faktoren
Jahresersparnis = PV-Leistung [kWp] × spezifischer Jahresertrag [kWh/kWp] × nutzbarer Anteil × Strompreis [€/kWh]
Die Formel ist bewusst einfach. Ihre Qualität hängt nicht von zusätzlichen Nachkommastellen ab, sondern davon, ob jeder Faktor klar definiert ist und keine Wirkung doppelt gezählt wird.
● PV-Leistung: die installierte Nennleistung der Module in kWp.
● Spezifischer Jahresertrag: die erwartete Solarstrommenge je kWp am gewählten Standort.
● Nutzbarer Anteil: der Anteil des modellierten PV-Ertrags, der am Ende Netzbezug ersetzt.
● Strompreis: der Wert je vermiedener kWh Netzstrom.
Rechenbeispiel mit dem POWER Set
Für POWER Garten/Flachdach gilt: 1,14 kWp × 1.100 kWh/kWp × 93 % × 0,30 €/kWh = rund 350 € pro Jahr. Beim POWER Balkon mit 1,20 kWp ergibt dieselbe Logik rund 368 €. Der freigegebene, auf 5 € gerundete Public-Claim – die Zahl, mit der wir öffentlich werben – lautet deshalb „bis zu 370 € pro Jahr“.
Der Rechenweg zeigt zugleich, was der Claim voraussetzt: einen guten PV-Standort, geringe Verschattung, den festgelegten nutzbaren Anteil und einen vermiedenen Strompreis von 30 ct/kWh. Weicht einer dieser Faktoren ab, verändert sich das Ergebnis.
Warum Erledy mit 30 Cent pro kWh rechnet
30 ct/kWh ist die zentrale Referenzgröße des Erledy-Modells. Sie sorgt dafür, dass alle Sets mit derselben Basis verglichen werden. Der Wert ist kein behaupteter Durchschnittstarif für jedes Land und keinen einzelnen Haushalt. Für Deutschland und Österreich gilt deshalb dieselbe Regel: Der öffentliche Claim bleibt bei 30 ct/kWh, die individuelle Rechnung verwendet den tatsächlich vermiedenen variablen Preis des eigenen Tarifs.
Fixe Grundpreise und andere unvermeidbare Vertragsbestandteile werden durch eine selbst erzeugte Kilowattstunde normalerweise nicht eingespart. Wer persönlich nachrechnet, sollte daher nicht den Gesamtbetrag der Stromrechnung durch den Verbrauch teilen, wenn darin fixe Bestandteile enthalten sind. Relevant ist der Preis der Kilowattstunde, die der Solarstrom tatsächlich ersetzt.
Wie der Jahresertrag angesetzt wird
Für die freigegebenen „bis zu“-Claims verwendet Erledy 1.100 kWh/kWp. Dieser Wert steht im Modell für einen guten Standort mit passender Ausrichtung und geringer Verschattung. Er ist kein pauschaler Erwartungswert für jeden Balkon in Deutschland oder Österreich.
Für eine persönliche Standortrechnung dient PVGIS der Europäischen Kommission als Präzisionswerkzeug. Dort werden Standort, Ausrichtung und Neigung konkret berücksichtigt. Wird ein PVGIS-Ergebnis verwendet, darf darauf nicht zusätzlich ein pauschaler Standort- oder Wirkungsgradabschlag gelegt werden, wenn derselbe Effekt bereits in der Standortberechnung steckt. Sonst würde er doppelt berücksichtigt.
Der Jahreswert und die Jahreszeit
Ein spezifischer Jahresertrag fasst wechselnde Tages- und Monatswerte zu einer Jahressumme zusammen. Die Erzeugung fällt innerhalb des Jahres nicht gleichmäßig an. Deshalb darf ein kurzer Blick in die App nicht mit dem Jahreswert verwechselt werden. Für die Wirtschaftlichkeit zählt die über das Jahr erzeugte und nutzbare Energiemenge.
Was der Speicher verändert
Der Speicher erzeugt keinen zusätzlichen Solarstrom. Er verschiebt Solarstrom von einer Zeit mit Überschuss in eine Zeit mit Verbrauch. Das ist besonders relevant, wenn tagsüber wenig Strom gebraucht wird und der Verbrauch am Abend oder in der Nacht steigt.
Der Plausibilitätscheck – eine einfache Kontrollrechnung – aus dem Erledy-Modell macht diese zeitliche Wirkung greifbar: 100 W Dauerlast entsprechen 2,4 kWh pro Tag. Zwischen 18:00 und 08:00 Uhr ergeben 100 W rund 1,4 kWh. Ein Speicher mit 1,5 kWh liegt damit ungefähr in der Größenordnung einer langen Nacht-Grundlast. 3 kWh schaffen zusätzlichen Puffer für weiteren Abendverbrauch.
Mehr Speicherkapazität bedeutet trotzdem nicht automatisch proportional mehr Ersparnis. Ein Speicher kann nur den Überschuss aufnehmen, den die PV-Anlage vorher erzeugt hat. Reicht dieser Überschuss nicht aus oder fehlt später der passende Verbrauch, bleibt zusätzliche Kapazität ungenutzt.
Ob sich bei einer bestehenden Anlage mehr Speicher lohnt, zeigt unser Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten.
Wie der nutzbare Anteil hergeleitet wird
Das Umweltbundesamt und das ZSW untersuchten Referenzfälle mit dem Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin. Bei 900 W PV und 1,6 kWh Speicher lagen die ermittelten Selbstverbrauchsanteile je nach Haushalt und Ausrichtung bei 82 bis 90 %. Im Erledy-Modell dient dieser Korridor als unabhängiger Plausibilitätsanker für START mit 88 % nutzbarem Anteil.
Für SMART und POWER gibt es keinen direkt gemessenen Glory-Wert, der den jeweiligen Public-Claim allein belegen würde. Deshalb sind 94 % für SMART und 93 % für POWER ausdrücklich Erledy-Modellannahmen. Sie sind an UBA und HTW kalibriert und auf maximal 95 % gedeckelt. Diese Werte sind keine gemessene Herstellergarantie.
Warum Speicherverluste nicht nochmals abgezogen werden
Die Netzverdrängungsquote – ein anderer Name für den nutzbaren Anteil – ist im Erledy-Modell ein End-to-End-Wert: eine Zahl, die die gesamte Kette von der Erzeugung bis zum tatsächlichen Verbrauch abbildet, statt einzelne Verlustschritte separat abzuziehen. Sie bildet den Anteil des modellierten PV-Jahresertrags ab, der nach zeitlicher Verschiebung und Verlusten tatsächlich Netzstrom ersetzt. Die HTW-Dokumentation nennt für das betrachtete AC-System 82,5 % Systemnutzungsgrad, abgeleitet aus 91,7 % beziehungsweise 92 % Umwandlungswirkungsgrad und 97,8 % Batteriewirkungsgrad. Dieser Referenzwert wird nicht zusätzlich mit der Netzverdrängungsquote multipliziert. Das würde dieselben Verluste ein zweites Mal berücksichtigen.
START, SMART oder POWER
START für einen wirtschaftlichen Einstieg
START kombiniert die kleinste Speicherkapazität der aktuellen Set-Matrix mit den niedrigsten Systempreisen. In der freigegebenen Modellrechnung erreicht START die kürzeste Amortisation im Sortiment. Es passt besonders, wenn der Einstiegspreis im Vordergrund steht und der Tagesüberschuss überschaubar bleibt.
SMART für mehr zeitliche Flexibilität
SMART nutzt bei vergleichbarer PV-Leistung einen größeren Speicher. Der Mehrwert liegt vor allem darin, mehr Tagesüberschuss für Abend und Nacht bereitzuhalten. Das kann zu einem Alltag mit geringer Tageslast passen. Die größere Kapazität allein garantiert jedoch keine höhere Wirtschaftlichkeit.
POWER für mehr PV-Erzeugung und größeren Speicher
POWER erhöht neben der Speicherkapazität auch die installierte PV-Leistung auf 1.140 beziehungsweise 1.200 Wp. Der zentrale zusätzliche Ersparnishebel ist daher die höhere mögliche Solarstromerzeugung. Die netzgekoppelte AC-Abgabe – die Strommenge, die der Wechselrichter tatsächlich ins Haus einspeisen darf – bleibt bei 800 W; mehr installierte PV-Leistung kann dennoch helfen, bei schwächeren Bedingungen häufiger eine hohe Leistung zu erreichen.
Selten genutzte Objekte realistisch bewerten
Bei einer Ferienimmobilie oder einem unregelmäßig genutzten Objekt ist der Jahresverbrauch allein kein ausreichender Maßstab. Entscheidend ist, ob Verbrauch zu den Zeiten stattfindet, in denen die Anlage erzeugt oder der Speicher Energie bereitstellen kann. Ein kleineres Set kann dann wirtschaftlich sinnvoller sein als eine große Konfiguration mit häufig ungenutzter Speicherkapazität.
Warum Moduleffizienz kein zusätzlicher Rechenfaktor ist
Eine hohe Moduleffizienz ermöglicht mehr Nennleistung auf begrenzter Fläche. Sobald eine Anlage bereits mit ihrer Wp-Leistung beschrieben ist, steckt dieser Flächenvorteil in der Nennleistung. Die Effizienz darf deshalb nicht nochmals als Multiplikator auf den Jahresertrag aufgeschlagen werden. Das würde denselben Vorteil doppelt zählen.
Für die Auswahl am Balkon bleibt die Moduleffizienz wichtig, weil die verfügbare Fläche begrenzt sein kann. Die korrekte Aussage lautet „mehr Leistung auf begrenzter Fläche“. Eine zusätzliche prozentuale Ersparnis lässt sich daraus innerhalb dieser Formel nicht ableiten.
Der Sunshare Baukasten und die Grenze des Modells
Die sechs aktuellen Sets sind die freigegebenen, wirtschaftlich geprüften Konfigurationen. Der technische Baukasten reicht weiter. Für größere Konfigurationen gelten jedoch strengere Anforderungen an die individuelle Berechnung.
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Montageart |
Max. PV |
Max. Speicher |
Jahresertrag |
Planungswert |
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Geländer / Beton |
2.400 Wp |
16 kWh |
2.640 kWh |
rund 750 € |
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Garten / Flachdach |
2.280 Wp |
16 kWh |
2.508 kWh |
rund 715 € |
Die Planungswerte verwenden die Modell-Obergrenze von 95 % und den spezifischen Jahresertrag von 1.100 kWh/kWp.
Bei größeren Systemen beeinflussen die 800-W-AC-Grenze, der Batteriezustand und das zeitliche Lastprofil das Ergebnis stärker. Für eine belastbare individuelle Zahl sind PVGIS plus eine zeitaufgelöste Last- und Speichersimulation oder eigene Smart-Meter-Daten erforderlich.
Was in Deutschland und Österreich getrennt geprüft werden muss
Die Ersparnisformel ist für beide Länder gleich aufgebaut. Anmeldung, technische Anschlussregeln, zulässige Komponenten, Steuern und Förderungen können sich dagegen unterscheiden und ändern. Diese Punkte gehören nicht in eine dauerhafte Ersparnisformel. Vor Kauf und Inbetriebnahme sind deshalb die aktuellen Vorgaben am jeweiligen Standort zu prüfen.
Auch Bruttopreise, Förderungen oder Montagekosten verändern nicht die erzeugte Solarenergie. Sie beeinflussen die Anschaffungskosten und damit die Amortisation. Deshalb werden sie getrennt von der jährlichen Stromkostenersparnis betrachtet.
Woran du eine belastbare Ersparnisrechnung erkennst
● Die verwendete PV-Leistung steht ausdrücklich in Wp oder kWp.
● Der spezifische Jahresertrag ist als Annahme erkennbar und kann für den Standort ersetzt werden.
● Der nutzbare Anteil wird nicht pauschal mit 100 % angesetzt.
● Speicher- und Umwandlungsverluste werden nicht zusätzlich abgezogen, wenn sie bereits im End-to-End-Wert stecken.
● Moduleffizienz wird nicht ein zweites Mal auf die Wp-Leistung aufgeschlagen.
● Der Strompreis beschreibt die tatsächlich vermiedene kWh und wird offengelegt.
● Einspeiseerlöse, Versand, Montage und Finanzierung sind sichtbar ein- oder ausgeschlossen.
● Das Ergebnis wird als Modellwert und nicht als Garantie bezeichnet.
Wann die Amortisation kürzer oder länger ausfällt
Eine kürzere Amortisation ist unter dem Modell wahrscheinlicher, wenn Standort und Ausrichtung einen hohen Jahresertrag ermöglichen, wenig Verschattung vorliegt, der vermiedene Strompreis höher ist und das Lastprofil zur Speichergröße passt. Sie verlängert sich bei geringerem Ertrag, niedrigerem vermiedenen Strompreis oder ungenutztem PV-Überschuss.
Ein größerer Speicher kann den nutzbaren Anteil erhöhen, kostet aber mehr. Deshalb muss die zusätzliche zeitliche Flexibilität stets gegen den höheren Systempreis abgewogen werden. Die höchste Speicherkapazität ist nicht automatisch die wirtschaftlichste Wahl.
Was die öffentliche Ersparnis bewusst nicht enthält
Erledy monetarisiert im Standardmodell keine Einspeisevergütung. Damit bleibt die Rechnung unabhängig von einem individuellen Vergütungsvertrag. Kostenloser Versand wird mit 0 € angesetzt und erhöht die Energieersparnis nicht. Optional gebuchte Montage verändert den PV-Ertrag ebenfalls nicht. Finanzierung und künftige Strompreisänderungen bleiben aus der einfachen Amortisation heraus.
Häufige Fragen zur Ersparnisberechnung
Warum nennt Erledy zwei unterschiedliche Höchstwerte – 370 € und 750 €?
Die 370 € gelten für das größte aktuell verkaufte Set, POWER Balkon mit 1.200 Wp. Die 750 € beschreiben die technische Systemgrenze des Baukastens (2.400 Wp, 16 kWh Speicher) – eine Konfiguration, die es als fertiges Set nicht gibt und die nur mit individueller Beratung belastbar berechnet werden kann. Für die sechs aktuellen Sets gilt deshalb die Spanne 230 bis 370 €; die 750 € sind ein Planungswert für Sonderfälle, kein Angebot.
Gilt diese Berechnung in Deutschland und Österreich?
Ja. Die Formel verwendet technische und wirtschaftliche Faktoren, die in beiden Ländern relevant sind. Landesabhängige Anmeldung, Anschlussregeln, Steuern und Förderungen werden getrennt geprüft und nicht in die Ersparnisformel gemischt.
Warum bleibt der Referenzstrompreis bei 30 ct/kWh?
Damit alle Sets mit derselben freigegebenen Basis vergleichbar bleiben. Für eine persönliche Rechnung kann der tatsächlich vermiedene variable Preis des eigenen Stromtarifs eingesetzt werden.
Warum garantiert ein größerer Speicher keine höhere Ersparnis?
Ein Speicher hilft nur dann, wenn tagsüber tatsächlich Solarstrom-Überschuss entsteht, den du sonst nicht nutzen würdest. Erzeugt die PV-Anlage kaum Überschuss oder passt der Verbrauch ohnehin schon zur Erzeugung, bleibt ein größerer Speicher teilweise ungenutzt. Mehr Kapazität kostet dann mehr, ohne die Ersparnis im gleichen Verhältnis zu steigern.
Warum spart SMART bei derselben PV-Leistung mehr als START?
Im Erledy-Modell kann der größere Speicher einen höheren Anteil des Tagesüberschusses zeitlich nutzbar machen. Deshalb verwendet SMART 94 % statt 88 %. Der Wert ist eine offengelegte Erledy-Modellannahme und keine gemessene Glory-Garantie.
Warum hat POWER mehr Ersparnis als SMART?
POWER kombiniert den größeren Speicher mit 1.140 beziehungsweise 1.200 Wp installierter PV-Leistung. Der wichtigste zusätzliche Ersparnishebel ist die höhere mögliche Solarstromerzeugung.
Wie können 1.200 Wp mit 800 W AC-Leistung sinnvoll sein?
800 W begrenzen die momentane netzgekoppelte AC-Abgabe, nicht die installierte Modulleistung. Zusätzliche Modulleistung kann helfen, morgens, abends und bei schwächeren Bedingungen häufiger eine hohe Leistung zu erreichen.
Was ist der Unterschied zwischen nutzbarem Anteil und Autarkie?
Der nutzbare Anteil im Erledy-Modell beschreibt, welcher Teil des modellierten PV-Ertrags Netzstrom ersetzt. Autarkie beschreibt, welcher Teil des gesamten Strombedarfs durch die eigene Anlage gedeckt wird. Beide Größen haben unterschiedliche Bezugsbasen.
Wird eine Einspeisevergütung in die Ersparnis eingerechnet?
Nein. Das öffentliche Standardmodell bewertet ausschließlich vermiedenen Netzbezug.
Ist die Amortisation garantiert?
Nein. Sie ist eine einfache Modellrechnung auf Basis des Systempreises und der definierten Annahmen zu Strompreis, Ertrag und nutzbarem Solarstrom.
Fazit
Für die aktuellen Erledy-Komplettsets ergibt das freigegebene Referenzmodell rund 230 bis 370 € jährliche Stromkostenersparnis. START priorisiert den wirtschaftlichen Einstieg, SMART mehr zeitliche Flexibilität und POWER mehr installierte PV-Leistung plus größeren Speicher. Bis zur technischen Systemgrenze sind modellhaft rund 750 € möglich, dort jedoch nur als Planungswert.
Die entscheidende Stärke der Berechnung ist ihre Nachvollziehbarkeit: eine feste Formel, offengelegte Annahmen, klare Grenzen und keine doppelte Anrechnung von Speicherverlusten oder Moduleffizienz. Für Deutschland und Österreich bleibt der Rechenkern gleich. Standort, Tarif und Verbrauch werden individuell eingesetzt; die jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Vorgaben werden separat geprüft.
Passendes Set finden → Alle Sunshare-Sets im Überblick
Methodik und Quellen
Dieser Artikel folgt dem Erledy-Einsparungsmodell, Stand 10.09.2026. Die operative Quelle der Wahrheit für die Set-Zahlen ist der Erledy-Einsparungsrechner. Die Einsparungslogik dokumentiert die Herleitung und die Grenzen der verwendeten Annahmen.
● E-Control – Strom- und Gaspreismonitor: e-control.at/de/preismonitor
● OÖ Energiesparverband – Sonnenenergie: energiesparverband.at/energie-sparen/sonnenenergie
● Europäische Kommission / JRC – PVGIS 5.3: joint-research-centre.ec.europa.eu
● Umweltbundesamt / ZSW – Steckersolargeräte, TEXTE 91/2025: umweltbundesamt.de/system/files/medien/11850
● HTW Berlin – Dokumentation Stecker-Solar-Simulator: solar.htw-berlin.de/stecker-solar-simulator
● Erledy Governance – interne Festlegung zu Referenzwerten, Gültigkeitsgrenzen und Rundung
